Teilthema: Hörvermögen
Einführende
Informationen
Um beurteilen zu
können, ob ein Mensch gut hört, muss man messen können, wie "laut"
ein Schallsignal objektiv ist. (Davon zu unterscheiden ist die subjektiv empfundene
Lautstärke.) Für eine objektive Festlegung misst man den sogenannten
Schallpegel in dB(A) (Dezibel(A)). Das "A" bezeichnet
eine spezielle Bewertungskurve, die die unterschiedliche Empfindlichkeit des
Ohres in verschiedenen Frequenzbereichen wiederspiegelt. Geht man davon aus,
dass eine sehr gut hörende Person bei jeder Frequenz einen Ton mit 0 dB(A)
gerade noch hört und misst man dann, um wieviel dB(A) man den Ton (bei
jeder Frequenz) lauter machen muss, damit eine Testperson ihn gerade hört,
so erhält man ein Audiogramm.
Es zeigt, ob die Testperson bestimmte Frequenzen schlecht hört.
Zum Einstellen
von Schallpegeln benutzt man das sogenannte "Rosa Rauschen". Es ist
dadurch gekennzeichnet, dass es bei verschiedenen Tonhöhen denselben Pegel
(in dB(A)) aufweist. Dadurch wird eine richtige Einstellung des Schallpegels
über einen großen Frequenzbereich erreicht.
Sie sollen im Folgenden
mit Hilfe von CoolEdit einen Hörtest generieren. Informationen zu den Aufgaben
entnehmen Sie bitte der Quelle
1, dem Link Lärm und Gesundheit
oder Schulbüchern.
Aufgaben
1. Erklären
Sie die Angaben "dB" und "dB(A)" genauer! Geben Sie einige
typische Schallpegel in dB(A) an!
2. Erzeugen Sie
mit Hilfe von CoolEdit einen Hörtest!
- Falls Sie keinen
Schallpegelmesser (Physiksammlung!) zur Verfügung haben, lassen sich
nur relative Messungen durchführen, d.h., Sie können Ihr Hörvermögen
untereinander, aber nicht mit dem Durchschnitt der Bevölkerung vergleichen.
Sie brauchen dann eine Datei, mit der Sie eine brauchbare Wiedergabelautstärke
am Computer einstellen können. Diese stellen Sie her, indem Sie mit Generate
-> Tones einen lauten und (daran anschließend) einen leisen Ton
erzeugt (mit Options -> Loop kann die Wiedergabe endlos wiederholt
werden). Vor dem eigentlichen Hörtest muss nun die Lautstärke so
eingestellt werden, dass man den lauten Ton gerade noch und den leisen Ton
sicher nicht mehr hört. Danach die Regler nicht mehr verschieben!
- Falls Sie einen
Schallpegelmesser zur Verfügung haben, könnt Sie absolute Schallpegel
messen. Erzeugen Sie mit Generate -> Noise ein "Rosa Rauschen"
. Das Level-Meter von Cool_Edit soll 0 dB anzeigen. (Es wird mit Options
-> Monitor Record Level eingeschaltet.) Tut es das nicht, dann ändern
Sie die Amplitude mit Transform -> Amplitude -> Amplify. Stellen
Sie nun die Wiedergabe so ein, dass der Schallpegelmesser am Messort 80 dB(A)
anzeigt. Die 0 dB von CoolEdit entsprechen dann 80 dB(A), -3 dB bedeuten 77
dB(A), usw.
- Erstellen Sie
nun eine Datei, in der in zufälliger Reihenfolge acht verschiedene Sinustöne
der Frequenzen 250 Hz, 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz, 4 kHz, 6 kHz und 8 kHz aufeinander
folgen, deren Amplitude langsam zunimmt (einstellen mit Transform ->
Amplitude -> Envelope, logarithmische Zunahme einstellen).
- Evt. können
Sie auch einen "Sweep" erzeugen (Generate
-> Tones), also einen über den ganzen Frequenzbereich gleitenden
Ton. Mit ihm kann man testen, bis zu wie tiefen bzw. hohen Frequenzen die
Hörfähigkeit reicht.
3. Führen
Sie nun Hörtests durch und zeichnen Sie Audiogramme! Spielen Sie den Versuchspersonen
auch gegebenenfalls den Sweep vor!
- Vergleichen
Sie Ihre Hörfähigkeit bei verschiedenen Frequenzen! (Gemessen wird
jeweils der Schallpegel, bei dem erstmals ein Ton wahrgenommen wird. Führen
Sie relative Messungen durch, so wird immer die Differenz zu der am besten
hörenden Versuchsperson eingetragen.)
- Hört ein
Ohr besser als das andere?
- Nimmt die Hörfähigkeit
mit dem Alter ab? Wenn ja, in welchen Bereichen besonders? (Bitten Sie Geschwister/Lehrer
und Lehrerinnen/Eltern/Großeltern, an dem Test teilzunehmen.)